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 Betreff des Beitrags: Novarock 2009 - Abschlussbericht...
BeitragVerfasst: Di 23. Jun 2009, 14:52 
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Alpha & Omega
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So... hab mal ein bisschen über den ersten Tag geschrieben... Rechtschreib und Grammatikfehler kommen glaub ich noch vor, aber ich hab ziemlich schnell geschrieben und es noch nicht überarbeitet...

Update: Hier ist der Großteil des zweiten Tags... Viel Spaß beim Lesen!



Donnerstag, 18. Juni 2009:

Mein Wecker läutete Punkt 8 Uhr in der Früh. Für mich war es ein schönes Erwachen, denn ich fühlte mich wieder vollständig gesund. Am Vortag noch, hatte sich bei mir ein Magen-Darm-Virus ausgetobt und ich hatte deswegen innerlich ein bisschen gezittert, ob die Genesung rechtzeitig eintreten würde. Aber mein starkes Immunsystem ließ mich Gottseidank auch diesmal nicht im Stich. Nach einer erweiterten Körperpflege und Rasur, packte ich noch die restlichen Sachen ein und hakte meine To-Do-Liste fertig ab. Um 10:30 circa kam dann der Michi bei mir an, Es war zwar eine halbe Stunde früher, als geplant, aber ich schaffte es trotzdem, rechtzeitig fertigzuwerden. Wir hatten ausgemacht, uns um 11 Uhr, mit Petras beim Interspar zu treffen, denn wir wollten ja noch Verpflegung und Alkohol einkaufen.

Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, schlug Michi vor, noch auf einen Kaffee in der Wing´s Bar zu gehen. Noch bevor ich einen Latte Macciato bestellte, flashte es mich, denn mir fiel mir auf, dass der Kellner dort aussah, wie der Schauspieler, der den Arzt in „Stargate Atlantis“ spielt bzw. spielte... Während ich gemütlich den Kaffee trank, kämpfte ich innerlich damit, ob ich ihn darauf ansprechen soll oder nicht! Als wir zahlten, entschied ich mich dann doch dagegen.

Nächster Halt: Interspar. Es war 11:10 und noch keine Spur von Petras, von dem man normalerweise Pünktlichkeit gewohnt ist. Michi und ich beschlossen, einstweilen spezifische Sachen wie Gel, Sonnenbrille usw. einzukaufen. Nach 8 Minuten etwa, durchschritt Petras den Interspareingang, gefolgt von Conny und Schlumpfi. Die Frage nach dem Grund der Verspätung hatte sich damit erledigt und nach einer kurzen Begrüßung machten wir unsere beiden Einkaufswagerln voll. Die beiden Mädels machten sich dann auf den Heimweg, wo sie von einer mir zu der Zeit noch unbekannten Arbeitskollegin abgeholt wurden.

Bevor wir endgültig die Reise nach Nickelsdorf antraten, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei mir, um den Alkohol in Plastikflaschen umzufüllen. Außerdem schnallte ich mir den gerade gekauften Campingsessel auf den Rucksack. Nach den letzten Ladetätigkeiten ging es dann endlich los. Die Reise verlief eigentlich ohne große Komplikationen. Wir konnten allerdings nicht gleich direkt nach Nickelsdorf fahren, sondern mussten über Wien fahren, um meine Novarockkarte aus Schual´s Wohnung zu holen. Außerdem nahmen wir seinen frisch gekauften Ghettoblaster mit. Da Petras Hunger hatte, beschlossen wir, bei irgendeiner Raststation zu halten, um noch etwas zu essen. Die Raststation nach der Abfahrt Nickelsdorf kam uns sehr gelegen. Die schon etwas in die Jahre gekommene Kellnerin in dem Tankstellenrestaurant war sehr höflich und wir bestellten alle drei ein Cordon Bleu mit Pommes. Die Portionen waren, wider erwarten, riesig und nach einer Zeit kämpften wir alle damit, es vollständig zu verputzen.

Michi fragte die Bedienung dann spaßhalber, ob wir die Ketchupflasche mitnehmen dürfen. Sie bejate das sogar und auf diesem Wege fragten wir auch gleich, wie wir jetzt zum Novarock kommen, da wir ja die Abfahrt verpasst hatten. Sie beschrieb uns einen Weg, der hinter der Raststation vorbeiführte. Obwohl wir alle drei Bahnhof verstanden hatten, bedankten wir uns höflich, zahlten und stiegen das letzte Mal für die nächsten 4 Tage in den Toyota „Corinna“ ein. Der uns gewiesene Schleichweg brachte uns zum Ziel. Allerdings war das eine verbotene Strecke, die nur für Einsatzwägen zugänglich ist, wie uns der freundliche Exekutivbeamte dann mitteilte, der gemeinsam mit acht anderen Kollegen am Ende dieser Strecke stand und uns aufhielt. Von Verbotschildern oder so, sahen wir keine Spur und konnten nichts dafür. Das sah auch der Polizist ein und ließ uns weiterfahren, wo wir nach circa fünf Minuten endlich ankamen. Kampfweste an, Rucksack rauf, zweiten Rucksack vorne rauf, Reisetasche in die rechte Hand und los ging es. Petras hatte eher weniger Gepäck, da er sein Zelt vergessen hatte, was allerdings Michi und mein Nachteil nicht war, denn somit hatte er Platz, um eine Palette Radler zu tragen.

Während des relativ langen Marsches, kam sofort wieder Novarockfeeling auf. Vorm Haupteingang saßen Conny, Schlumpfi und die ab jetzt unter dem Namen Caro bekannte Arbeitskollegin.
Nach einem, dank der Hitze, sehr schnellen Radler und einer Zigarette, holten wir uns unsere Bandln und marschierten weiter. Als der eine Security meine Kampfweste filzte, meinte er, dass er es voll krass fände, mit was für Sachen die Leute aufs Novarock kommen. In einer Magazinstasche der Weste, sah er ein Kondom und fügte hinzu: “Für alles gerüstet, gell?”... Als ich grinsend nickte, fragte er mich noch, was das für zwei Holzstecken sind, die aus meinem Rucksack herausragen. Bevor ich noch eine passende Antwort finden konnte, fragte er, ob das meine Kampfstäbe wären. Als ich das bejate, winkte er mich weiter und meinte grinsend “Ok, passt”...

Wir setzten unseren Weg fort. Ich kontaktierte den Benschi, der laut unseren Informationen, gemeinsam mit Prögi schon einen guten Platz gefunden hatte. Dieser befand sich hinter dem Bungeekran der Red Stage. Dort angekommen, zog ich sofort mein Oberteil aus, um ein bisschen Sonne zu bekommen.stellten wir unsere Sesseln auf, cremten uns ein und genehmigten uns ein paar Radler.

Nachdem wir ein bisschen abchillten, bauten wir unsere Zelte auf. Allerdings war es fast unmöglich, die Haringe ohne einen Hammer in den Boden zu rammen. Unsere neuen Nachbarn, die ich nebenbei gesagt gerne mit den meinigen in Hollabrunn ersetzen würde, halfen uns in dem Fall netterweise aus. Danach war es Zeit, den restlichen Alkohol vom Auto zu holen. Benschi, Michi, Prögi und Petras gingen voraus. Ich verstaute noch ein paar Sachen im Zelt, schmierte mich nochmal ein und kam dann auch nach. Ich marschierte aber zuerst nach rechts, weil ich nicht genau wusste, in welcher Richtung unser Auto steht. Beim Caravaneingang hab ich aber dann zum Glück meine keuchende und hochrote Gruppe gefunden. Ich nahm eine Palette Radler und ein Six-Pack Mineralwasser. Nachdem wir uns selbst verfluchten, dass wir nur einen Rucksack mitnahmen, mussten wir die Getränke, so gut es ging, auf normale Art und Weise tragen.

Nach einer Zeit wurde es schon sehr ungut, da meine Palette aufgerissen war. Ich konnte zwar auch dafür eine Lösung finden, aber als dann auch das Sixpack vollkommen aufgerissen war und alle Flaschen zu Boden fielen, wusste ich kurzzeitig nicht weiter. Zum Glück hatte mich eine 4-köpfige Gruppe hinter mir bemerkt und sie boten sofort ihre Hilfe an. Als Dankeschön bekamen sie zwei Radler und nachdem ich wieder bei den anderen war, teilten wir die Getränke nochmal auf und setzten den Weg zum Zeltlager fort. Conny hatte in der Zwischenzeit als Wachhund fungiert und beschützte unsere Ausrüstung.

Sofort wurde Schual´s Ghettoblaster aktiviert. Er ließ sich zwar aufdrehen, aber er konnte keine Cd´s abspielen. Das war aber kein Wunder, da noch ein Schutzmechanismus in Form eines Kartons eingebaut war. Die Musik lief also und das Wetter war nach wie vor sonnig und warm. Nach einiger Zeit bekam ich Lust auf Fussball und holte diesen aus meinem “Entertainer-Bag”. Dort machte es sich das Lederteil zwischen Volleyball, Frisbee und Luftpumpe gemütlich.

Martin war ebenfalls voll motiviert und Petras stellte sich auch auf den Weg hinaus, um mitzuspielen. Durch den unebenen Boden waren wir allerdings gehandicapt. Trotzdem konnten wir nach kurzer Zeit sogar die Mädels motivieren mitzuspielen. Auch demonstrierten vorbeigehende Leute ihr mehr oder weniger vorhandenes Fussballtalent. Nach etwa 30 Minuten setzen wir uns wieder hin und entdeckten eine Art Maikäfer auf der Schulter von Petras. Fasziniert davon, beschloss er, es zu fotografieren, aber es war ihm immer einen Schritt voraus.
Martin und ich lachten, da das Insekt zwei weitere Gefährten holte und vorallem Petras ständig ins Gesicht flogen. Als die Zahl der Tierchen auf fünf stieg und sie langsam nervig wurden, bekamen ein paar eine Verkehrte von Martin und auch ich schoss eine mit dem Fussball ab, den ich noch in der Hand hielt. Es war sehr spaßig, aber nach einer Zeit verging uns das Lachen, da aus der Gruppe Maikäfer, zuerst ein Zug wurde, dann eine Kompanie, danach ein Bataillon, das dann zur Division wurde und schlussendlich bildete sich daraus eine Armee... Die Käfer waren dumm und agressiv. Tja kein Wunder, da wir uns im Burgenland befanden...

Petras hatte seinen Haarspray reingeschmuggelt und ich benutzte diesen gegen die Insekten des Todes, aber irgendwie gab der Sprühmechanismus nach kurzer Zeit seinen Geist auf.
Plötzlich fielen mir meine Kampfstäbe ein. Ich wusste, dass ich sie nicht sinnlos mitgenommen hatte. Sofort konnte ich meine erlernten Moves ausprobieren und mein Bodycount stieg drastisch an. Auch Michi trat dem Kampf, mit einem Handtuch bewaffnet bei. Die Schlacht war in vollem Gange, aber leider hielt einer der beiden Stäbe nurmehr deswegen, weil ich ihn zusammengeleimt habe. Deswegen brach er nach einer gewissen Zeit und ich überlegte, ob ich ihn mit Leukoplast reparieren sollte. Aber ein paar Minuten und 30 weiteren von mir verursachten Verlusten, zogen sich die Käfer nach diesem harten Kampf zurück, versorgten ihre Verwundeten und waren seitdem nicht mehr gesehen...

Auch wir waren erschöpft von der Schlacht und erfrischten uns mit weiteren Radlern und in der Zwischenzeit kamen auch Mario und Melanie an, die in dem Besitz von etwas waren, dass wir schon dringend benötigten... Trockeneis!

Die Sonne verschwand langsam vom Horizont und es wurde immer dünkler. Petras wollte seine Gaslampe benutzten, um ein bisschen Licht zu machen, aber als wir es auch alle gemeinsam nicht schafften, diese mit den Kartuschen zu verbinden und schon zwei davon undicht waren, ließen wir es bleiben.

Die letzten unserer Gruppe, Priska und Schual kamen an und man merkte ihnen einen gewissen Alkoholspiegel an. Auch ich fühlte mich nach einer Zeit schon leicht angeheitert und hörte von Michi´s CD das erste mal "Slipknot - Dead Memories" und verliebte mich in dieses Lied, welches ich btw auch während ich diesen Bericht verfasse, ununterbrochen höre... Nach einem gemütlichen Beisammensitzen, brachen wir dann Richtung Partyzelt auf. Ich ärgerte mich dort über mich selbst, da durch die Anwesenheit der Conny, alle anderen Frauen für mich uninteressant wurden. Ein paar Backflashs und ein paar Wodka-Redbull später, war aber alles wieder halbwegs ok. Ich hatte zwar keinen Rausch, aber ich ein bisschen benebelt. An der Bar wollte ich die Becher gegen Einsatz eintauschen und sang währenddessen mit einem Fremden neben mir bei “Greenday -When I come around” mit. Er bestellte zwei Riesenbecher Cola-Whiskey und gestikulierte mir, dass ich trinken sollte. Dieses Angebot wollte ich ihm natürlich nicht abschlagen. Als ich ihm den Becher wieder reichen wollte, machte er eine weitere Geste, dass ich ihn behalten solle. Ich kam mir vor wie eine Frau, die er betrunken machen will, damit was geht. Aber er drehte sich um und ging weiter seines Weges. Wow, dachte ich mir – des Riesengetränk kostete sicher 25 Euro...
Da wir den ersten Abend sowieso eher gemütlich angehen wollten, machten wir uns sowas gegen 3 auf, zum Platz zurückzukehren. Dort ließen wir den Tag ausklingen und ich rauchte noch 4 letzte Zigaretten für heute, bevor ich endgültig zu Bett äh Zelt ging...



Freitag, 19. Juni 2009:

Etwa drei Stunden später wachte ich mit trockener Kehle und einem leichten Dumpfschädel auf. Das Zelt war mittlerweile zu einer Sauna mutiert. Trotzdem beschloss ich, noch liegen zu bleiben. Aber einen Augenblick später, hatte ich mir eingebildet, Stimmen zu hören. Nein – nicht auf die verrückte Art, sondern unverkennbare Tonfälle von meiner Gruppe. Da ich so wenig wie möglich verpassen wollte, öffnete ich den Eingang des Zeltes und blickte hinaus. Ich hatte mich geirrt... Es war noch niemand auf. Ich beschloss, eine Guten-Morgen-Zigarette zu rauchen und mich dann wieder ins Zelt zu legen. Die beiden, vorher erwähnten, relativ harmlosen Gebrechen bekämpfte ich, indem ich eine Flasche Mineralwasser auf ex austrank.

Keine zwei Minuten später, krabbelten auch schon die anderen aus ihren Nestern. Und genau in diesem Moment kamen auch Benschi und Martin, die in ihrem Auto beim Caravanparkplatz genächtigt hatten. Das Timing war fast schon unheimlich. Eigentlich war ich hungrig, da ich am Vortag nur eine Mahlzeit am Nachmittag eingenommen hatte. Statt einem festen Frühstück gab es also Flüssignahrung in Form eines Radlers. Nein! Zwei! Oder waren es doch mehr....?

Während ich die Flüssigkeit namens Radler runterleerte, die in etwa die gleiche Temperatur meines Urins hatte und ich denke mal, wahrscheinlich auch so schmeckte, kam mir der Gedanke, mich zu revitalisieren. Zähneputzen und eine Dusche hatten oberste Priorität im Kampf gegen das Unwohlsein... Die Mädels dürften auch daran gedacht haben, denn sie marschierten schon los. Ich wickelte also frische Kleidung in mein Handtuch ein und nahm dieses gemeinsam mit dem Waschzeug mit zu dem Duschplatz. Petras und Schual begleiteten mich.

Dort angekommen, sah ich mich erstmal um und checkte die Lage. Die Schlange zu Dusche war relativ lang, also kam erstmal das Zähneputzen dran. Es war sehr ungewohnt ohne elektrische Zahnbürste, aber Zähneputzen ist wie Radfahren oder Sex... das verlernt man nicht. Als ich damit fertig war, bat ich den Schual, der genauso wie Petras, mit einer Katzenwäsche zufrieden waren, mein Waschzeug zu halten, damit es schneller geht. Die Reihen lichteten sich und ich versuchte meiner Logik zu folgen, die mir sagte, dass ich zu den hinteren Kabinen gehen soll, da die meisten Menschen immer den erstbesten Weg wählen. Die Prophezeiung der Gegenlogik dazu, dass sich die meisten Leuten genau das gleiche denken und erst Recht nach hinten gehen werden, hatte sich Gottseidank nicht erfüllt und somit hatte ich die Warterei umgangen. Da ich wenig Schamgefühl habe, mit meinem Körper sehr zufrieden bin und noch dazu ein bisschen exibitionistisch veranlagt bin, zog ich mir vor allen anderen Leuten aus und legte die Sachen auf einen Stein, der in der Ecke war. Das Handtuch legte ich daneben hin, da es hier relativ trocken und sauber zu sein schien. Da ich glaube, dass jeder weiß, wie der Duschvorgang abläuft, werde ich mir hierbei die Details sparen. Ich zog die frischen Sachen, bis auf das T-Shirt an und ging aus dem Gebäude. Dort warteten die beiden auf mich und wir spazierten gemütlich und erfrischt zum Zeltlager zurück...

Da jetzt unsere Kühlboxen draußen standen, indem sich das Trockeneis befand, gab es ab jetzt kalte Getränke. Wir plauderten, diskutierten, scherzten, lachten und blödelten eine ganze Weile herum. Es war unbeschreiblich funny und überbrückte außerdem die Zeit bis zu den Bands.
Ein paar Stunden später erblickte ich aus weiter Ferne ein bekanntes Gesicht. Es war ein Bekannter namens Gustl, den ich aus der Schultzeit und vorallem über seine Schwester kannte.
Da ich ihn eh schon ewig nicht mehr gesehen hatte, plauderten wir eine längere Zeit. Über die Arbeit, Polizei als Beruf, die Bands uvm. Er bot mir eine besonders aromatische Zigarette an und obwohl ich dieses verführerische Angebot vorerst ablehnte, entschied ich mich ein paar Minuten später, es anzunehmen. Alles um mich herum wurde langsamer und ich bekam einen Krampf, der mich dazu zwang, die ganze Zeit zu grinsen. Er spürte auch ähnliche Effekte und er beschloss aufzubrechen, weil er Angst hatte, nicht mehr aus dem Stuhl rauszukommen.
An die nächste Stunde kann ich mich nurmehr vage erinnern. Ich wusste nurmehr, dass wir vorhatten, nach dem “Julia” Konzert zu grillen. Einige hatten aber anscheinend schon ziemlichen Hunger, denn sie brachen, trotz meiner Einwände wegen der Band, schon vorher auf. Dank des Gruppenzwangs, standen wir dann alle auf und gingen auch zum Grillplatz. Dort angekomen fand sich allerdings keine freie Feuerstelle. Als wir über den nächsten Schritt nachdachten, schüttete ich jedem, der den Oberkörper (fast) frei hatte, ein kühles Wasser aus der Flasche rauf.

Da das Wetter ohnehin sehr heiß und schwül war, nahmen es fast alle mit Spaß auf bzw freuten sich sogar über diese kühle Erfrischung... Nur eine Person, besser gesagt – eine sie, wo ich ohne Übertreibung sagen kann, dass es, abgesehen von ihren Eltern, keinen anderen auf dieser Erde gibt, der diese Frau besser kennt, als meine Wenigkeit. Physisch, wie psychisch. Ihr könnt mich jetzt für verrückt halten, aber es gibt soviele Theorien und Indizien dafür, dass sie ein Katzenmensch ist oder in ihrem früheren Leben eine Katze war. Ein Zeichen davon ist ihre Abscheu gegen Wasser. Ich hatte das in meinem benebelten Zustand völlig vergessen und als ich diese Frau nass machte, reagierte sie, wie eine Mieze, die mit Flüssigkeit in Berührung kommt. Sie kratzte, nein – bohrte ihr Krallen in meinen rechten Unterarm. Zusätzlich biss sie mich auch noch. Am Anfang dachte ich, dass wäre nur so eine leichte, typische Gegenreaktion, aber sie meinte es todernst...
Ihre Spuren sieht man heute – nach einer Woche noch...

Ich war ein bisschen enttäuscht, dass sie gar so schlimm auf diese relativ harmlose Sache reagiert. Noch dazu war ich über diesen Streit nicht glücklich, da mir die Conn... diese Frau oder Katze alles bedeutet. Außerdem wurde ich müde, wegen der Wirkung der Wundertschick... Das Wetter fing auch an, ungut zu werden. Da war schlechte Laune vorprogrammiert. Aber bevor ich noch darüber nachdenken konnte, fanden wir ein Loch, besorgten uns Kohle, Grilltassen und Schual und Mario versuchten ein Feuer zu entfachen und waren sogar trotz der Umstände, erfolgreich. Ich habe an dieser Stelle wenig Hilfe geleistet, da ich mich gerade meinen Gedanken widmete und noch immer über den Streit nachdachte. Mit meinem Geist vereinbarte ich, mir am Abend das Gehirn wegzuschütten. Durch diese Vorfreude, ging es mir wieder besser und ich löste Schual als Grillmeister ab. Die Kotletts, Würstchen, Chevapici mundeten hervorragend und wir genossen das traumhafte Mahl, während wir “Julia” im Hintergrund hörten. Ein paar jammerten, weil wir die Band verpasst hatten, aber ich gab dazu keinerlei Kommentare ab und dachte mir “...hätten sie nur auf mich gehört”... in etwa...

Gesättigt und zufrieden, kehrten wir wieder zurück zu unserem Vorposten.
Da ich Kommandant war *hüstel*, fragte ich Benschi und Martin, die zwei, die ich als Wachen zurückgelassenen hatte, ob es besondere Vorkommnisse gab... Da dem nicht so war, setze ich mich wieder auf meinen Thron ähh Sessel. Ein paar Minuten und einen Radler später, bekam Schual einen Anruf von einem alten Bekannten, Thomas sein Name, an den ich mich gut erinnern konnte, weil er mir damals bei einer meiner Homeparties, das WC komplett und systematisch vollgekotzt hatte... Aber ich bin keine Frau und nachtragend. Noch dazu stellte sich später heraus, dass er schwer in Ordnung ist.

Ungefähr eine Viertelstunde später, war er auch schon da. Gemeinsam mit zwei Freunden, die ebenfalls sehr sympatisch auf mich wirken. Sie fragten, ob ihnen bitte jemand helfen könnte, den Alkohol reinzutragen. Ich lehnte aus mehreren Gründen höflich ab. Erstens war ich fast frisch geduscht, zweitens hatte ich grad gegessen, drittens ging ich letztes Jahr ungefähr fünf Mal zu verschiedenen Autos, um reintragen zu helfen und hatte heuer etwas Ruhe verdient. Viertens war das letzte Novarock für mich persönlich so ein Desaster, dass ich beschlossen hatte, diesmal alle potentiellen Gefahren abzuwenden, damit so etwas nicht nochmal passiert. Und schlussendlich war ich der Meinung, dass Thomas und ich nun quit waren, durch diese fehlende Hilfeleistung meinerseits...

Sie brauchten circa eine halb Stunde, bis sie wieder da waren und sich dazusetzten. Mich überfiel die Müdigkeit nun vollends und ich watschelte ins Zelt und legte mich rein. Da es drinnen logischerweise noch heißer war, als draußen, ließ es offen und legte mich mit dem Kopf in Richtung des Eingangs.

Fortsetzung folgt...

Cappy Wodka
Bodypainting
Pogen
Regen
Metallica
Conny

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Verfasst: Di 23. Jun 2009, 14:52 


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BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 16:09 
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sehr cool freu mich auf die anderen tage darüber zu lesen :-)
mfg
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BeitragVerfasst: Fr 26. Jun 2009, 17:02 
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nice! wann kommt der freitag?

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BeitragVerfasst: Fr 26. Jun 2009, 21:51 
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Alpha & Omega
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BeitragVerfasst: Di 30. Jun 2009, 15:26 
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nice again!
wenn ich so drüber nachdenk, hab ich die vermutung, dass die kühlbox ned gfladert worden is, sondern dass wir sie beim grillplatz vergessen haben...

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BeitragVerfasst: Mi 1. Jul 2009, 19:02 
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jo auf den gedanken bin ich auch schon gekommen hab auch gemeint wir sollten mal nachschaun aber is glaub irgendwie untergeganen :-)

mfg
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BeitragVerfasst: Mi 8. Jul 2009, 06:38 
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BeitragVerfasst: Mi 8. Jul 2009, 19:26 
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also ich sags gleich ich war das net :roll:



mfg

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BeitragVerfasst: Fr 17. Jul 2009, 15:17 
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doch doch so schiarch konnst nur du sein :-)

mfg
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BeitragVerfasst: Di 21. Jul 2009, 18:19 
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doch wie man sieht kannst du noch schiacher sein !! :twisted:



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